Montag 20.04.2020: Ein kurzer Bericht aus der Sinziger Musikschule

Das Chinesenlied heißt jetzt „Einszweidreifünfvier“ und kann gesungen werden!

Wer hätte das gedacht! Über 25 Jahre lang hat sich meine erste Komposition überhaupt, das „Chinesenlied“, wie ein freundlicher Virus in Generationen von Klavierschülern verbreitet. Jetzt gibt es das bewährte Material als „Einszweidreifünfvier“ mit Text, auch zum singen.

Vor langer langer Zeit, manchmal denke ich es war eine frühere Inkarnation, arbeitete ich als Musikmanager. Ich hatte eine eigene Firma und immer viel zu tun. Der Flügel, der heute in der Musikschule steht, zierte das Wohnzimmer und war nicht praktisch in Gebrauch. Ein Au-pair Mädchen lebte bei uns. Eines Tages sagte sie, dass sie immer schon gerne Klavier gespielt hätte. Ob ich denn nicht Musik kennen würde, die sie einfach so gleich spielen kann. Ohne üben und Klavierstunden nehmen. Im gleichen Moment kam mir das „Chinesenlied“ in den Sinn. Ich ging zum Instrument und zeigte es ihr. Sie konnte es sofort spielen und war hoch zufrieden.

Es basiert auf „Pentatonik“. Pentatonik ist typisch für die traditionelle chinesische Musik. Die fünf schwarzen Tasten der Klaviatur enthalten alle verwendeten Töne. Sie sind in Dreier- und Zweiergruppen angeordnet. Fasse die tiefe Taste einer beliebigen Dreiergruppe an. Spiele fünf Töne in aufsteigender Reihenfolge, und spaziere wieder zurück. Ruh Dich auf dem untersten Ton ein Weilchen aus. Wiederhole diesen Ton, spiel den benachbarten tieferen Ton und kehre zurück. Das wars schon. Aus, Äpfel, Amen.

Dort heraus wuchern dann fröhlich die verschiedensten Abwandlungen: Zusammen unisono, zusammen spiegelbildlich von allen möglichen Tönen, mit Begleitung, als Kanon in allen denkbaren Abständen. Und mit einer kleinen Extra-Melodie drüber, die klingt wie im chinesischen Restaurant und möglichweise so alt ist wie das Rad.

Am Wochenende habe ich die hauptsächlichen Fassungen betextet, eingespielt und mit einem Videotutorial fürs Spielen ohne Noten ausgestattet. Der Hauptfilm steht auf Youtube. Auf meiner Seite thomas-rohde-klavier.de befinden sich Audioaufnahmen und Noten. Außerdem habe ich fünf Schnipsel für die Blogfolge dieser Woche hergestellt.

Habt Spaß da draußen, mit oder ohne Klavier, singt am besten jeden Tag und seid herzlichst dazu eingeladen, morgen hier weiterzulesen. Euer Thomas Rohde.

Wenn ihr den Text mit anderen teilen wollt, benutzt einfach diesen Link: https://bit.ly/3eCJ9Pe

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