Mittwoch 8.4.2020: Ein kurzer Bericht aus der Sinziger Musikschule

Das neue Haustier ist eine Stimmungskanone. Nein, es ist kein Tamagochi..!

Heute ist wieder gute Stimmung im Heimstudio. Und das kam so: Bereits gestern, mitten in der emotionalen Krise, ging mir ein Lied durch den Kopf. Sein Name wollte mir partout nicht einfallen. Auf „lala“ konnte ich es komplett singen. Jeder erkannte es, aber niemand in meiner Nähe erinnerte sich an den Titel.

Heute morgen beim Kaffee war ich immer noch mies drauf. Und keinen Funken schlauer. Eine Recherche bei der marktführenden Datenkrake erbrachte den Tipp „Sound Hound„. Vielleicht kennt ihr die App ja schon. Für mich war sie neu. Die Frage lautete: Kann der Algorhythmus meinen Gesang erkennen und zuordnen? Der erste Versuch schlug fehl. Ich hatte leise und unentschlossen gesungen, undeutlich und ohne Stütze. Beim zweiten Mal hängte ich mich mehr rein, und siehe da: Das richtige Ergebnis kam in der perfekten Reihenfolge „Original“ von Roberta Flack, „bekanntestes Cover“ (The Fugees) und „alternative Coverversion“ (Luther Vandross). Das gute alte „Killing me softly“ hatte mich heimgesucht und sich dabei nicht vorgestellt!

Jetzt wollten wir es wissen und testeten die App mit allem was uns gerade in den Sinn kam: Der „Sonderzug nach Pankow“ wurde korrekt als Chattanooga Choochoo von Glenn Miller erkannt, das Cover von Panikpräsident Udo Lindenberg kam trotz mehrerer Versuche nicht zur Anzeige. Bei „Für Elise“ und „Freude schöner Götterfunke“ konnte der Sound Hound liefern, bei „Griechischer Wein“ und „Liebe ohne Leiden“ (Udo Jürgens) musste er passen. Wir schmetterten die deutsche Nationalhymne (Treffer), die französische (hound did not found), und noch ein paar andere Sachen.

Mit einem Mal war die Stimmung ganz oben. Nur weil wir gesungen haben. So einfach geht das. Der Sound Hound hat uns dazu verführt. So eine positive „Verführung“ können wir alle mitunter gut brauchen, oder?

Ich kann es jedenfalls aus vollem Herzen empfehlen.

„Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.“

Diese von Eichendorff so genial formulierte, glücklich machende Wahrheit gilt heute wieder für mich. Der Schalter wurde umgelegt, ich bin wieder ganz bei mir und lächle ich diese komische Pandemie-Welt einfach an.

Gerne bis morgen wieder an dieser Stelle, viele herzliche Grüße an alle Leser*innen da draußen, euer  Thomas Rohde

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