Dienstag 28.4.2020: Ein kurzer Bericht aus der Sinziger Musikschule

Nistplatz für musikalische Biographien

Liebe treue Blog-Leser*innen, nachdem ihr gestern über unser „Haus mit Instrumenten“-Markenzeichens gelesen habt, folgt nun die Geschichte von dem Baum mit dem Herz.

Angeregt von Carl Hitchborn und seiner sehr empfehlenswerten Akademie, habe ich über die Vision und Mission der Schule nachgedacht. Mir ist aufgefallen, dass wir im Laufe der Jahre für viele Personen zu einer Art „Zuhause“ geworden sind. Ein Platz, an dem sich wichtige Teile ihrer musikalischen Biographie ereignet haben. Ein Platz, an dem sie wichtige Impulse für ihr Leben und ihre Persönlichkeitsentwicklung empfangen haben. Mit „vielen Personen“ sind keineswegs nur Schüler*innen gemeint! Auch Lehrpersonen – jede(r) auf ihre/seine Art, und soweit sie das wollten – haben in der Schule eine Art „Nistplatz“ für sich und ihren Schülerkreis gefunden.

Dieser Aspekt ist für uns so wichtig und wesentlich, dass er ihn in Zukunft sowohl in Richtung der Schülerschaft als auch in Richtung der Kollegiums erstrangig kommuniziert wird. Dabei geht es nicht nur darum, den besonderen Charakter unserer Schule herauszustellen Dieses Bild soll vielmehr als Anregung für aktuelle Aktionen und Initiativen, als Ermunterung, gleichsam als Trigger für die sich bei uns bietenden Möglichkeiten dienen.

Schon bisher hat sich die Vision des Nistplatzes aber nicht nur für einzelne Personen realisiert, seien es nun Schüler*innen oder Lehrer*innen, sondern auch für ganze Personengruppen. Zum Beispiel Familien, die bei uns Musik machen, bei verschiedenen Dozent*innen verschiedene Instrumente spielen oder singen. Freundes-Cliquen, die gemeinsam Unterricht nehmen. Ein Kollege betreut seit etwa einem Jahr eine Mutter mit ihrem etwa 10-jährigen Sohn im Gruppenunterricht. Vor einigen Monaten ist ein weiterer Erwachsener, der nicht zur Familie gehört, dort eingestiegen. An einem meiner aktuellen „Junge-Einsteiger“-Kurse nehmen lauter Kinder teil, die sich seit der ersten Krabbelgruppe ihrer Mütter kennen. Diesen Kurs nenne ich scherzhaft „Krabbelgruppe zwei punkt null“.

Jetzt kennt ihr also schon zwei Aspekte des neuen Logos: Das Haus (siehe Blog-Eintrag gestern) und den Baum als Nistplatz. Doch warum sind dort nur Kinder zu sehen? Wo doch in Wirklichkeit viele Erwachsene dort drin sitzen? Auch dazu gibt es etwas zu erzählen. Freut Euch mit mir auf den morgigen Blog-Eintrag, bleibt gesund und fröhlich, Euer Thomas Rohde

Und hier ist der Link fürs schnelle und einfache Teilen dieses Texts: https://bit.ly/2VFVefc

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