Dienstag 19.01.2021: Wir haben uns getraut!

Wir haben uns getraut!

Auch drei Tage danach kann ich es kaum glauben: Wir haben das traditionelle Neujahrskonzert der Sinziger Musikschule im virtuellen Raum durchgeführt! In einer Blitzaktion: Am 16. Januar vormittags um halb elf – nur zwei Wochen nach Planungsbeginn – starteten wir auf Eyeson. 18 eingereichte Videos und acht Live-Beiträge (darunter auch zwei mit „Zusammenspiel aus der Ferne“) erreichten weit über 100 Personen. Im guten alten 3D hätten wir das Sinziger Schloss, den bisher üblichen Spielort unserer Neujahrskonzerte, ein weiteres Mal ausgeknocked. Dabei haben – wegen der kurzen Vorbereitungszeit – gerade mal ein Drittel unserer Lehrer*innen überhaupt Beiträge geliefert!

Mehr noch als dieser in Zahlen darstellbare Erfolg hat uns etwas anderes überrascht: Die große Emotionalität, die während der gesamten 2 1/2 Stunden zu spüren war. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten sich in ihren Beiträgen auf sehr persönliche Weise. Der Beifall war lebhaft bis enthusiastisch. Einmal gab es sogar „Zugabe“-Rufe. Das Event war um Größenordnungen stimmungsvoller, als wir uns in den kühnsten Träumen ausgemalt hatten.

Der einzige Kritikpunkt war einer, für den wir nicht können: Wer mit Handy oder per Satelliten-Internet teilnahm, musste einen unschön verkratzten Klang in kauf nehmen. Jedoch mit Laptop, Computer oder internetfähigem Fernseher war alles tiptop.

Dieses Konzert fand als Premiere im Kreis der Schülerfamilien und ihrer Freunde statt. Wenn wir so etwas wieder machen – und es sieht ganz danach aus – werden wir den Grad der Öffentlichkeit über eine Anmeldefunktion steuern. Das schützt alle Beteiligten. Schließlich kann man ja auch nicht mit einer schwarzen Tüte über dem Kopf ein „normales“ Konzert besuchen!

„Eyeson“ nutzen wir seit Monaten erfolgreich beim neuen „Klangnest daheim“. Die österreichische Plattform – ähnlich wie Zoom & Co – hat sich jetzt ein weiteres Mal bewährt. Sie bietet uns Musikern wertvolle Vorteile: Zuallererst ist die „Latenz“, also die Verzögerung zwischen Sender und Empfänger, nur eine Sekunde. Deswegen gelang das gemeinsame Musizieren online. Keiner muss sich anmelden, weder als Zuhörer, noch als Aktive(r). Durch das Musikschul-Account ist die Bezahlung erledigt. Man muss keine Software installieren, und es müssen keine persönlichen Daten preisgegeben werden. Durch eine patentierte Technologie ergibt sich eine besonders geringe Beanspruchung von Bandbreite.

Bis zum nächsten Mal im virtuellen Raum, Euer Thomas Rohde

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